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Gaggenauer Altenhilfe e.V.
Bismarckstr. 6
76571 Gaggenau
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35 Jahre Helmut-Dahringer-Haus

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An einem herrlichen Spätsommertag feierte die Gaggenauer Altenhilfe e.V. Ende Oktober den 35. Geburtstag des Helmut-Dahringer-Hauses. Und wie es sich bei einem solchen Anlass gehört, standen nach einem kleinen Festakt am Vormittag die Bewohner des Hauses im Mittelpunkt des Geschehens. Bei einem großen Angehörigentreff im Foyer, Speisesaal und in der Bibliothek bestand reichlich Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Bei Kaffee, Kuchen und einem zünftigen Vesper konnte man nicht nur mit Freunden und Verwandten reden, sondern auch den Klängen der Blasmusik aus dem Weisenbacher Ortsteil Au lauschen.

Viele Gaggenauer, die heute im Haus leben, erinnerten sich dabei an jenen 3. September 1976, an dem das zentral im Herzen der Stadt errichtete Alten-, Wohn- und Pflegeheim , so die damalige Bezeichnung, offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Auf Anregung des Heimbeirats erhielt es Mitte der 80iger Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts den Namen des früheren Oberbürgermeisters und Gründungsvorsitzenden des Vereins, Dr. Helmut Dahringer. Aber nicht nur das frühere Stadtoberhaupt, sondern auch die beiden Pfarrer Oskar Scherrer und Gerhard Eibler haben ebenso wie Bernhard Schroth, Heinrich Pailer und Erich Rabolt maßgeblichen Anteil an der Realisierung des Projektes, das nach Plänen des Gaggenauer Architekten Ewald Dreiner entstanden ist.

Die Tatsache, dass ein Seniorenheim von einem heute fast 2.000 Mitgliedern zählenden Verein getragen wird, war damals wie heute eher die Ausnahme als der Regelfall. Noch bemerkenswerter ist vielleicht, dass dieser Verein in etwas mehr als drei Jahrzehnten drei stattliche Bauvorhaben realisiert hat, nämlich den Bau des Helmut-Dahringer-Hauses (HDH) in der Bismarckstraße 6, dessen wesentliche Erweiterung im Jahr 1992 (unter der Ägide von Oberbürgermeister Dr. Thomas Schäuble) und schließlich in der Amtszeit von Oberbürgermeister Michael Schulz 2004 den Bau des Oskar-Scherrer-Hauses.

Der Gründungsgedanke des 1973 aus der Taufe gehobenen Vereins ist offenkundig auf fruchtbaren Boden gefallen und hat reichlich Früchte getragen. Der Verein ist eine Bürgerinitiative mit Langzeitwirkung, die ihr wichtigstes Ziel, der älteren Generation in der Großen Kreisstadt Gaggenau und im Murgtal Geborgenheit und Hilfe zu gewähren, nie aus dem Auge verloren hat. Das Helmut-Dahringer-Haus ist bis zum heutigen Tage ein beein-druckendes Zeugnis von bürgerschaftlicher Mitwirkung und Verantwortung.

35 jahre hdhFür die Akteure des Trägervereins gibt die über viele Jahre hinweg gewachsene Verbundenheit der Bevölkerung, der örtlichen Vereine und der vielen ehrenamtlichen Helfer mit den Vereinszielen ein großes Maß an Sicherheit. Eine Tatsache, welche den Vereinsvorstand darin bestärkt, künftige Herausforderungen mit Zuversicht anzugehen. Denn bei aller Freude über den 35. Geburtstag der Senioreneinrichtung sind sie Realisten genug, um zu wissen, dass es schon in naher Zukunft an neuen Aufgaben nicht mangeln wird.

Die Gaggenauer Altenhilfe hat in den zurückliegenden Jahrzehnten unter Beweis gestellt, dass sie die notwendige Flexibilität aufbringt, neue Entwicklungen zu erkennen und ihre Arbeit daran auszurichten. Zu nennen sind beispielhaft die Stichworte Mahlzeitendienst "Essen auf Rädern", die Gründung eines ambulanten Pflegedienstes, eine über-konfessionelle Hospizgruppe oder in jüngster Zeit der Ausbau der Tagespflege. Das feine Gespür für Veränderungen auf dem weiten Feld der Betreuung und Pflege älterer Menschen wird für die Verantwortlichen im Helmut-Dahringer-Haus weiterhin ein unverzichtbares Rüstzeug sein, wenn es darum geht, das Haus, seine Bewohner und die zahlreichen Mitarbeiter in eine gute Zukunft zu führen.

Bei der Fortentwicklung des Angebotes wird es darauf ankommen, einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft vielfältige Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags zu unterbreiten. Die Gaggenauer Altenhilfe will sich hier weiter als erfahrener und kompetetener Dienstleister positionieren. Die Devise, die Eingang in das neue visuelle Er-scheinungsbild gefunden hat, heißt umfassende und bedarfsgerechte Leistungen „aus einer Hand“. Neben dem weiter unverzichtbaren Standbein stationäre Pflege gilt es, nieder-schwellige Angebote zu stärken. Sie erlauben der älteren Generation, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Das fängt an beim „Selbstläufer“ Essen auf Rändern, der täglich frisch zubereitete Mahlzeiten direkt von den Küchen der Altenhilfe auf den Mittagstisch bringt. Weitere Bausteine sind ambulante Hilfen oder die Tagespflege, bei der eine steigende Nachfrage weitere Plätze erforderlich machen wird. Handlungsbedarf gibt es zudem beim Ausbau des Servicewohnens.

Bei allen Überlegungen zur strategischen Ausrichtung ist aber sowohl für den ehrenamtlich tätigen Vereinsvorstand mit Oberbürgermeister Christof Florus an der Spitze als auch für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter von großer Bedeutung: Im Mittelpunkt allen Handelns steht der Mensch, dem sich das Haus stets in besonderer Weise verpflichtet fühlt.